Die Union Solidarity and Development Party wurde im März 2010 zur Teilnahme an den landesweiten Parlamentswahlen am 7. November 2010 in Myanmar gegründet. Sie konnte 76,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Die National League for Democracy (NLD) hatte die Wahlen boykottiert. Die Partei bestand hauptsächlich aus Ex-Militärs. Am 4. Februar 2011 wurde der Premierminister und Exgeneral Thein Sein zum  Staatspräsidenten und somit neuen Staatsoberhaupt  durch das erstmalig tagende Parlament gewählt.  Am 30. März 2011 übergab das Militärregime offiziell die Macht an die nominell zivile Regierung ab. Die USDP stellte sie die Regierung zwischen 2011 und 2016 mit großer Mehrheit im Parlament.

Bei den Wahlen 2016 verlor die USDP haushoch gegen die National League for Democracy (NLD) und stellt gegenwärtig nur noch eine Minderheit im Parlament. Es war gerätselt worden, wie das Militär mit den großen Verlusten umgehen werde, doch erkannten sowohl die USDP als auch das Militär die Wahl an. Nichtsdestotrotz haben die Partei sowie einzelne Mitglieder einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die politischen Entwicklungen im Land.

Die USDP ging aus der Union Solidarity and Development Association (USDA) hervor, die unter dem Militärregime  die größte staatlich gelenkte Massenorganisation in Myanmar bildete. Die USDA wurde 1993 vom State Law and Order Restoration Council (SLORC) gegründet und diente u.a. als militärischer Kontrollapparat. Die Organisation umfasste zeitweise bis zu 24 Millionen Mitglieder.