Die Umbrella Movement, zu Deutsch Regenschirm-Bewegung, war eine Reihe von pro-demokratischen Protesten, die in der Sonderverwaltungszone Hongkong zwischen September und November 2014 stattfanden. Student*innen, Akademiker*innen sowie Organisationen, Gewerkschaften und Parteien verbündeten sich, um für das allgemeine Wahlrecht zu protestieren, das durch einen Beschluss des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses eingeschränkt zu werden drohte. Während das universelle Wahlrecht zwar bestehen bleiben sollte, würde es aber durch eine Vorauswahl von – China gegenüber – patriotischen Kandidat*innen eingeschränkt werden und die finale Absegnung der Ernennung bei der Kommunistischen Partei Chinas liegen. Der Regenschirm wurde zum Symbol der Proteste, da die Demonstrant*innen sich damit vor Tränengas schützten. Die seit Juni 2019 stattfindenden Proteste für die Unabhängigkeit und Integrität Hongkongs gegenüber China werden als Wiederaufleben der Umbrella Movement verstanden.