Rohstoffe & Energie

Der weltweite Hunger nach Rohstoffen und Energiereserven wächst stetig. Zwar wird die Nachfrage an den weltweiten Ressourcen weiterhin von Europa, den Vereinigten Staaten sowie Japan angeführt, inzwischen sind jedoch insbesondere China und Indien zur ernstzunehmenden Konkurrenz auf dem Rohstoffmarkt geworden. Kontroverse Formen der Landnahme („Landgrabbing“), die Expansion der Palmölindustrie und des Bergbausektors, Konflikte um marktorientierte Umweltschutzprogramme und der voranschreitende Klimawandel haben weitreichende Auswirkungen auf lokale Gesellschaften und Naturräume. Gerade Chinas „Belt and Road Initiative“ zur Schaffung eines weltweiten Handels- und Infrastrukturnetzes wird erwartungsgemäß enorme Auswirkungen auf die Situation in vor allem südostasiatischen Ländern haben.

Zivilgesellschaftlicher Protest gegen extraktive und Energie-Großprojekte wie etwa Bergbau- oder Staudammvorhaben ist weit verbreitet und hat in den letzten Jahren teils massiv zugenommen. Denn neben der irreversiblen Verwüstung von Landflächen beeinflussen großflächige Projekte meist auch die Wasserversorgung der lokalen Bevölkerung und gefährden so die Nahrungssicherheit. Auch der Klimawandel, von dem Asien weltweit am stärksten betroffen ist, wird dadurch weiter befeuert. Zudem ziehen die daraus entstehenden Konflikte für die lokale Bevölkerung enorme Folgen nach sich: von giftigen Abwässern über Umsiedlungen bis hin zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen und außergerichtlichen Morden. Der großflächige Abbau von mineralischen Vorkommen sorgt oft für eine zunehmende Militarisierung der betroffenen Regionen und Widerstand seitens der Zivilgesellschaft wird oft massiv und teils auch gewaltsam unterdrückt – vom Staat, Unternehmen oder auch politischen und wirtschaftlichen Eliten.

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