In den frühen 1990er-Jahren kam es (erneut) zu einer Spaltung innerhalb der Linken. Gestritten wurde darüber, ob die veränderten politischen Rahmenbedingungen und eine Reflektion der eigenen Fehler auch zu einer Veränderung der politischen Strategie der Linken führen müssten. Ausgangspunkt der Debatte war das Reformpapier „Reaffirm Our Basic Principles and Rectify Our Errors“ eines Mitgliedes. Der Autor gestand ein, dass die linke Bewegung in der Vergangenheit einige Fehler – unter anderem eine „interne Säuberungswelle“ – begangen hatte. Dennoch hielt er nach wie vor an einem „Volkskrieg“ fest, um eine Transformation der philippinischen Gesellschaft zu erreichen. Dieses Reformpapier sorgte für eine Polarisierung der Linken: Die einen distanzierten sich von dem Reformpapier und lösten sich von der NDFP ab. Sie werden als Reform Rejectionists bezeichnet. Die anderen bekräftigten den Ansatz – sie werden als Reform Affirmists bezeichnet. Diese Spaltung innerhalb der Linken prägt bis heute die politische Landschaft des Landes, verhindert ein einheitliches Auftreten und bewirkt, dass „linke“ Anliegen nur schwer eine Mehrheit der Politiker*innen hinter sich vereinen können.