„Made in China 2025“, chin. Zhōngguó Zhìzào 中国制造, ist eine 2015 unter Li Keqiang 李克强ausgerufene Top-Down-Strategie, die die Volksrepublik China von der Werkbank der Welt  zu einem führenden Zentrum von Technologie und Entwicklung verwandeln soll. Als technologisierte Produktionsgroßmacht, chin. Zhìzào Qiángguó 制造强国, und Internetgroßmacht, chin. Wănglù Qiángguó 网路强国, will China einen höheren Status in der globalen Wertschöpfungskette erlangen. Unternehmen und die Wirtschaft werden durch politische Kampagnen und Propaganda sowie finanzielle Anreize und Subventionen motiviert mitzuziehen.

Die Strategie könnte auch für Handelspartner eine große Chance darstellen, wenn Chinas Entwicklung weiter voranschreitet und dabei die Ideale und Regeln der freien Marktwirtschaft und des fairen Wettbewerbs eingehalten werden. Da die Kommunistische Partei aber für ihre protektionistischen und nationale Unternehmen bevorteilenden Wirtschaftsmanöver bekannt ist, fürchten viele andere Großmächte, insbesondere führende Staaten im Bereich der Hightech-Produktion, dass „Made in China 2025“ über kurz oder lang zur Gefahr für die eigene Wirtschaft werden könnte. Auch wenn der Begriff „Made in China 2025“ in der offiziellen Rhetorik der KP mittlerweile nicht mehr zu finden ist, werden die darunter formulierten Ziele nicht weniger ehrgeizig verfolgt.