Laut Verfassung ist Myanmars Regierung die alleinige Besitzerin von Land und natürlichen Ressourcen – daneben gibt es jedoch auch das Recht auf Privateigentum. Unter der ehemaligen Regierung wurden das Vacant, Fallow and Virgin Land Law und das Farmland Law. Der Fokus dieser Gesetze liegt auf der Förderung von Investitionen und Flächennutzung in großem Maßstab. Es gibt viele kritische Stimmen- aus Zivilgesellschaft – die argumentieren, dass hier die Interessen der Investoren über die Sicherung des Landbesitzes von Kleinbauern- und Bäuerinnen gestellt werden. Kleinbauern und -Bäuerinnen können nur dann Land besitzen, wenn dieses registriert Nur die wenigsten haben Landtitel, das Land wird über Generationen weitervererbt. Es gibt zwar einen Registrierungsprozess, dieser ist aber kaum zugänglich für die Betroffenen. Land das offiziell nicht vergeben ist und nicht auf bestimmte Art und Weise benutzt wird (bewirtschaftetes Land ohne Titel, Weideland, Wälder), kann jederzeit von der Regierung an Unternehmen vergeben werden.

Großes Potential könnte aber die National Land Use Policy haben. Diese ist unter der ehemaligen Thein Sein-Regierung entstanden, mit relativ großer Einbindung der Zivilgesellschaft und Zusammenschlüssen von Bauern/Bäuerinnen. Sie beinhaltet z.B. die Anerkennung von traditionellem Landrecht. Die NLD-geführte Regierung hat diesen Prozess aber bisher nicht weitergebracht.