In den frühen 1970er-Jahren schlossen sich unter der Führung der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) zwölf linksorientierte Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen als National Democratic Front of the Philippines (NDFP) zusammen. Die NDFP ist der politische Arm der philippinischen Kommunisten. Von ihr hat sich die New People’s Army (NPA) abgespaltet, und ist nun der bewaffnete Flügel der NDFP. Die Linke kämpfte gegen die Marcos-Diktatur und hatte zum Ziel, die philippinische Gesellschaft zu transformieren: Die Feudalherrschaft in den ländlichen Gegenden sollte überwunden und die Vorherrschaft der ehemaligen Kolonialmacht USA gebrochen werden. Um dies zu erreichen, setzte die Linke auf den bewaffneten Kampf und den organisierten Widerstand im Untergrund.

Als nach dem Sturz Marcos´ (1986) im Folgejahr 1987 die Präsidialrepublik mit einer neuen Verfassung eingeführt wurde, lösten sich einige linke Anhänger von der NDFP im Glauben, dass der bewaffnete Kampf und Widerstand in einer Demokratie keine Option sei. Es kam zu einer Trennung der linken Bewegung in Radikal- und Sozialdemokraten, wobei die ersteren nach wie vor die radikale Transformation der philippinischen Gesellschaft durch Widerstand von unten anstrebten und die letzteren hingegen mit einem friedlichen Reformansatz arbeiteten.

Quimpo, Nathan (2004): Die Qual der Wahl. Die Beteilung der Linken an den Wahlen, in: südostasien 2004/03.