Die Metropole Hongkong, kant. Hoeng¹ Gong² 香港, ist eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Sie beherbergt auf 1106,66 Quadratkilometern mehr als 7,5 Millionen Menschen. Hongkong gehört damit zu den am dichtesten bevölkerten Regionen der Welt. Neben Kantonesisch, der Muttersprache mit der weitesten Verbreitung, sind Englisch und Hochchinesisch Amtssprache. Hongkongs Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt ist eines der höchsten der Welt. Die Stadt gilt als einer der wettbewerbsfähigsten und freiesten Wirtschaftsstandorte weltweit. Aufgrund extremer Einkommensunterschiede weist Hongkong jedoch eine große soziale Ungleichheit innerhalb seiner Bevölkerung auf. Die Metropole beherbergt slumartige Siedlungen wie z.B. die „rooftop slums“, dt. „Hausdach-Slums“.

Seit 214 v. Chr. gehörte das Gebiet Hongkongs immer wieder für gewisse Zeiträume verschiedenen Kaiserdynastien Chinas an. Nach der Niederlage im ersten Opiumkrieg wurde die Qing-Dynastie gezwungen Hongkong 1842 an Großbritannien abzutreten. Die Stadt wurde britische Kolonie. Mit der gemeinsamen Erklärung der Volksrepublik China und Großbritanniens 1984 wurde festgelegt, dass Hongkong am 1. Juli 1997 an China zurückgegeben werden soll. Festgelegt wurde aber auch, dass die Region für weitere 50 Jahre eine weitestgehend autonome und selbstverwaltete, liberal-kapitalistische Sonderzone bleiben soll.

2014 kam es in Hongkong zu pro-demokratischen Protesten, der sogenannten Umbrella Movement. Der Regenschirm wurde zum Symbol der Proteste, da die Demonstrant*innen sich damit vor Tränengas schützten. Die seit Juni 2019 stattfindenden Proteste für die Unabhängigkeit und Integrität Hongkongs gegenüber China werden als Wiederaufleben der Umbrella Movement verstanden.