Handel

Die Region Asien und hier vor allem China nimmt eine Schlüsselrolle in der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung mit enormen Wachstumsraten ein. So ist die Bedeutung von Handelsbeziehungen mit und zwischen asiatischen Staaten in den letzten 50 Jahren rapide angestiegen. Mit der Gründung der ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) 1967 wurden innerasiatische Handelsbeziehungen gefestigt und 1997 durch die gesamtasiatische Ausweitung der ASEAN+3 (China, Japan und Südkorea) erweitert. Das ASEAN-China-Freihandelsabkommen und die damit verbundene Freihandelszone stellt eine der größten Freihandelszonen der Welt dar. Interkontinentale Handels- und Investitionsschutzabkommen zwischen einzelnen asiatischen Staaten und der Europäischen Union, wie beispielsweise das EU-PH FTA (Philippinen), haben großen Einfluss auf die Wirtschaftsbeziehungen der beteiligten Länder. So exportieren die Philippinen beispielweise maßgeblich Telekommunikationsgeräte, Maschinen, Nahrungsmittel sowie optische und fotografische Instrumente in die EU, während die EU Transportausrüstung, Maschinen, Lebensmittelprodukte, Chemikalien und elektronische Komponenten in die Philippinen exportiert.

Investitionsschutzabkommen werden von der EU als notwendiger Investorenschutz propagiert. Aus Investorensicht fällt darunter vor allem die Absicherung von Kapitalinteressen gegenüber staatlicher Regulierungen. Kritischere Perspektiven interpretieren entsprechende Abkommen als Angriffe auf die politischen Handlungsspielräume von Staaten, die eine Gefahr für die Demokratie darstellen. Einschränkungen von demokratischen Spielräume, Menschenrechten sowie der Religionsfreiheit, mit Konflikten und negativen Auswirkungen durch Modernisierung in Form von ökologischer Zerstörung und Armut sind die Folge. Daraus hervor gehen viele ungelöste – teils gewaltsame – Konflikte.

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