Frieden

Asiatische Friedensprozesse werden in der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen. In den letzten Jahren haben sich in Südostasien mehrfach Konfliktlinien verschärft, staatliches Militär, Staatsoberhäupter sowie auch Unternehmen gingen teils mit äußerster Brutalität aus religiösen, politisch-ideologischen oder aus identitätspolitischen Interessen gegen die Zivilbevölkerung vor, darunter insbesondere auch gegen lokale Bäuer*innen, Minderheiten und Indigene. Daneben kommt es regelmäßig zu anderen Formen von Gewalt wie etwa im Rahmen von Wahlen, Gender-basierte Gewalt, kommunale Unruhen und Land- und Ressourcenkonflikte. Zumeist sind diese Konflikte vielschichtig und hochgradig komplex, insbesondere wenn eine Vielzahl an Akteuren beteiligt ist, keine bzw. ausgehebelte Rechtsstaatlichkeit vorherrscht und die Konfliktursachen weit in die Geschichte zurück reichen. So widmete sich etwa die philippinische Regierung 2016 verheißungsvollen Friedensgesprächen zweier über Jahrzehnte anhaltender Konfliktlinien, die Auseinandersetzungen mit der kommunistischen Linken sowie mit der muslimischen Minderheit. Die Friedensverhandlungen mit der kommunistischen Linken ließ Präsident Rodrigo Duterte 2018 jedoch vorerst platzen.

Millionen von Menschen sind unmittelbar von bewaffneten Konflikten zwischen den jeweiligen Regierungen und nichtstaatlichen Akteuren betroffen. Vertreibungen, fehlende Sicherheit, langsame wirtschaftliche Entwicklung, keine Bildungsmöglichkeiten, Arbeitslosigkeit und hohe Armutsraten prägen den Alltag der Menschen in den Konfliktgebieten. Unterstützung bekommen sie in den meisten Fällen, nicht von staatlicher Seite, sondern von lokalen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich sowohl auf Dorf- als auch auf nationaler und internationaler Ebene in der Friedensförderung engagieren.

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