Das Konzept der „Ecological Civilization“, chin. shēngtài wénmíng 生态文明, umfasst die Vision einer ökologisch und sozial gerechten Gesellschaft. Diese wird dadurch gewährleistet, dass das Streben nach Nachhaltigkeit alle Aspekte des Zusammenlebens durchdringt, egal ob politisch, wirtschaftlich oder familiär. Das Konzept entstand bereits zu Beginn der 1980er Jahren in der Sowjetunion und wurde Ende der 1980er Jahre von dem chinesischen Wissenschaftler Ye Qianji 叶谦吉 aufgegriffen.

An internationaler Bedeutung gewann der Begriff im Zusammenhang mit Maurice Strongs und Michail Gorbatschows initiierter „Erd-Charta“ Ende der 1980er Jahre. Darin werden Ideale von Gerechtigkeit, Partizipation und demokratischem Miteinander diskutiert. 2007 kündigte Hu Jintao 胡锦涛 an, dass China eine „Ecological Civilization“ werden würde. Dieses Ziel wurde 2012 auch in die Satzung der Kommunistischen Partei Chinas aufgenommen.