Mit dem Mining Act von 1995 hat die philippinische Regierung ein liberalisiertes Bergbau-Gesetz verabschiedet und einen Rohstoffrausch ausgelöst. Dieses Gesetz räumt ausländischen Firmen vollständige Besitzrechte (vor 1995 waren lediglich 40 Prozent Anteilhabe möglich) sowie umfassende Vergünstigungen ein. Ein großer Konfliktpunkt ist der Zugang dieser Firmen zu ihrem Betätigungsgebiet und somit auch die Kontrolle über die dortigen Siedlungen.

Aufgrund der mangelnden Umsetzung der Umweltauflagen und der Überwachung seitens der Regierung erarbeitete die philippinische Zivilgesellschaft ein alternatives Bergbau-Gesetz, das anschließend ins Parlament eingebracht wurde. Dieses Gesetz könnte anhaltende Konflikte und die massiven Menschenrechtsverletzungen eindämmen. Zentral dabei ist, dass auch Indigene Gemeinschaften und andere vom Bergbau betroffene Gruppen an dem Gesetz mitgearbeitet haben.