Im indonesischen Bandung fand 1955 die erste große Afro-Asiatische Konferenz statt. Dabei wurden die politischen Grundsätze der „Dritten Welt“ und der „Blockfreiheit“ entworfen. Das vorrangige Thema war die Neuausrichtung internationaler Beziehungen. Basis dafür sollte Selbstbestimmung, nationale Unabhängigkeit und angemessene Repräsentanz in den Vereinten Nationen sein.

Die 29 teilnehmenden Staaten unterzeichneten ein Communiqué, in dem gemeinsame Positionen skizziert wurden. Inhaltlich ging es dabei um Fragen wirtschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit, Menschenrechte und Selbstbestimmung, sowie die Förderung des Weltfriedens.

2005 wurde die Deklaration der „Neuen asiatisch-afrikanischen strategischen Partnerschaft“ (NAASP) verabschiedet. Diese ist ein wiederholtes Bekenntnis zu Solidarität, Freundschaft und Kooperation zwischen den Staaten Asiens und Afrikas. Damit knüpft sie unmittelbar an den „Geist von Bandung“ und die 1955 vereinbarte kulturelle Kooperation an. So soll die Nachhaltigkeit der NAASP durch mehr Verbindungen auf der zivilgesellschaftlichen Ebene und direkter “people-to-people interaction” gesichert werden.

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